Es gibt so viele Gründe, diesen neuen Podcast anhören zu wollen.. Deshalb gehe ich mal hier ganz persönlich an die Sache ran und beschreibe in diesem Artikel, warum ich den Podcast sehr wichtig und einzigartig finde!
Und ja, es hat ganz viel mit dem Wohlbefinden von Musiker*innen zu tun!
Aber erstmal, worum geht « was ganz anderes »?
Unter diesem Titel könnte man sich viel vorstellen – hier direkt zur Sache: Jede Folge ist ein Gespräch zwischen dem Moderatoren, Justus Mache, und einem Gast, der klassische Musik studiert hat und dennoch etwas ganz anderes beruflich macht.
Entweder war er oder sie bereits professionelle*r Musiker*in und hat danach gewechselt (ja, zum Beispiel nach mehr als 40 Probespielen und einer festen Stelle im Orchester, wie in der Folge Nummer 6), oder hat das Studium abgeschlossen und anschließend was anderes studiert.

Zum Moderator Justus Mache
Es ist der Fall von dem Moderator Justus Mache, der Fagott lange studiert hat und sogar auch den Beruf als Orchestermusiker kosten durfte. Dennoch entschied er sich für eine andere Arbeit, wie er es in der Solofolge (Nummer 0,5) beschreibt.
Sein beruflicher Hintergrund ist die Inspirationquelle für die Gründung des Podcasts und gleichzeitig die Qualitätssicherung des Ganzen. Mit viel Empathie und Verständnis stellt er nämlich Fragen, die nur ein studierter Musiker stellen kann.
Welche Themen werden besprochen?
Je nach Lebenslauf der Gäste werden natürlich viele verschiedene Themen besprochen sowie unterschiedliche Gründe, die zum Wechseln geführt haben – sei es nur, weil es jedes Mal ein anderes Instrument ist, also auch verschiedene Karrieremöglichkeiten.
Ganz wichtig und wiederkehrend sind die zwei Fragen:
- Inwiefern kann das Musikstudium ein wertvoller Lernprozess für andere Berufe sein? Oder anders gefragt: Welche Eigenschaften haben wir im Musikstudium errungen, die uns auch für andere Berufe helfen können? (Es gibt viele und das ist sehr spannend!)
- Muss so ein wichtiger Wechsel unbedingt mit dem Gefühl, Zeit verloren zu haben, verbunden sein?
Warum finde ich den Podcast sehr wichtig?
Hier kommt meine persönliche Meinung: Ich freue mich auf einen Austausch im Kommentarbereich!
Ich habe nach dem Musikstudium eine Riesen-Diskrepanz zwischen dem Studienleben und dem Berufsleben gespürt.
Diese Diskrepanz hat mich nicht abgeschreckt, denn ich hätte sonst eben was ganz anderes gemacht.
Aber ich war überrascht, wie unvorbereitet ich auf die pragmatischen Aspekte der Karriere (Werbung, Geld, Bewerbungen, Networking, um nur ein paar zu nennen) eigentlich war.
(Musikalisch und pädagogisch habe ich mich hingegen sehr gut vorbereitet gefühlt).
Und ich war auch überrascht, wie viele von meinen sehr talentierten und motivierten Studienkomilitonen sich doch für einen anderen Beruf entschieden haben.
Diese Überraschung hat für viele animierte Gespräche mit Freund*innen und Kolleg*innen gesorgt, immer aber im engen Kreis, immer mit dem Hintergrundgedanken: „Sind wir eigentlich nur die Einzigen, die das so erleben?„
Mit meiner Arbeit an der Musikhochschule dachte ich, dass ich in dieser Hinsicht vielleicht eine Rolle zu spielen hatte – welche aber, war noch unklar.
Und dann entdeckte ich diesen Podcast und hörte alle Folgen an: Wir waren doch nicht die Einzigen!
Ich weiß inzwischen, in welcher Vorlesung ich das Thema mit meinen Studierenden strukturiert und neutral besprechen kann, wobei ich das Anhören des Podcasts anschließend als Ressource empfehle.
Denn zu wissen, was nicht funktionieren kann, gehört für mich auch zur Zukunftsvorbereitung!
Welche Folge empfehle ich als Einstieg?
Sollten Sie selbst nicht Musik studiert haben, dann ist die Folge Nummer 0 sehr wichtig: In dieser werden wichtige Aspekte eines Musikstudiums und -berufs erläutert.
Sollten Sie schon Musik studiert haben, dann ist wahrscheinlich eine Folge mit Ihrem Instrument am sinnvollsten.
Da das Finden von dem, was einem wirklich erfüllt, das zentrale Thema jeder Folge ist, haben alle etwas mit dem Wohlbefinden von Musiker*innen zu tun.
Je nach den Gästen handelt es sich um psychische Gesundheit, um den Druck, immer perfekt zu sein, um den Lebensort (manchmal sehr weit von wo man sich wirklich gut fühlt) um künstlerische Freiheit oder auch um körperliches Wohlbefinden.
Auf dem Instagram Kanal des Podcasts sind außerdem kurze Abschnitte aus jeder Folge zu hören: Sicherlich hilft es Ihnen, Ihre erste Folge auszusuchen!
Meine Lieblingsfolge
Mir persönlich hat die Folge Nummer 12 mit der Querflötistin Alina Weidlich am meisten gefallen. Weil sie so ehrlich und leidenschaftlich spricht, weil es auch mein Instrument ist und, weil sie zum Sport gewechselt hat – also auch ein Thema, dass für mich sehr wichtig ist.

Der Podcast ist auf allen Podcastplatformen verfügbar oder zum Beispiel direkt hier wie auf Youtube.
Viel Spaß beim Anhören!
___________
Fanny Mas